Mikrosatelliteninstabilitätstests

Seit über 15 Jahren zählt Promega zu den führenden Unternehmen in der Erforschung der Mikrosatelliteninstabilität (MSI). Dank seiner präzisen Leistung und der Unterstützung von Experten, ist das Promega MSI Analysis System der Goldstandard in der klinischen Forschung.

MSI-Tests von Tumorgewebe werden seit vielen Jahren routinemäßig mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Kapillarelektrophorese (CE) durchgeführt. Das Ziel dabei ist die Identifizierung genomischer Instabilität bzw. den Funktionsverlust des DNA-Mismatch-Reparatursystems zu ermitteln, da dieses mit erblichen Krebsarten, wie dem Lynch-Syndrom, in Verbindung gebracht wird. Vor kurzem wurde die Rolle von MSI als Biomarker über die klassische Assoziation mit dem Lynch-Syndrom hinaus erweitert, so dass er auch als diagnostischer Marker für eine Bandbreite solider Tumore aus Gewebsproben dient, um die Patientenauswahl für Krebs-Immuntherapeutika, die als Immun-Checkpoint-Inhibitoren bezeichnet werden, zu erleichtern.

Wir bieten Mikrosatelliteninstabilitätstests zu Forschungszwecken und als IVD-Anwendung an.

Was ist Mikrosatelliteninstabilität (MSI)?

Mikrosatelliteninstabilität ist die Akkumulation von Insertions- oder Deletionsfehlern in Wiederholungsequenzen der Mikrosatelliten von kanzerogenen/karzinogene Zellen als ein Ergebnis von Defiziten bei einem oder mehreren wichtigen DNA-Mismatch-Reparaturproteinen (dMMR).

Die Bestimmung der Mikrosatelliteninstabilität gibt Aufschluss über das Vermögen einer Zelle Fehler in der DNA-Replikation zu korrigieren. Immer wenn sich eine Zelle teilt, wird die DNA dieser Zelle kopiert. Manchmal allerdings unterlaufen der Maschinerie bei der Abschrift der DNA-Fehler. Ein möglicher Fehler ist der DNA-Mismatch. Dies bedeutet, dass entweder ein zusätzliches Nukleotid aus dem neusynthetisierten DNA-Strang eingefügt oder entfernt wird und somit keinen passenden Partner auf dem Matritzenstrang hat. Gesunde Zellen besitzen ein System, das Mismatchreparatursystem, das solche Fehler entdeckt und korrigiert. Einige Abschnitte des Genoms, sogenannte Mikrosatelliten, sind besonders anfällig für diese Mismatchfehler und gelten daher als Marker für das Unvermögen diese Mismatch Reparaturen durchzuführen. Mikrosatellitensequenzen mit Mononukleotidrepeats können überall im Genom gefunden werden und sind besonders anfällig für Fehler in der Transkription. Daher zählt die hochfrequente Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) als ein Marker für die Anwesenheit von Mutationen oder Ausschaltung durch Methylierung von bestimmten wichtigen DNA MMR-Genen.

Der MSI-Status wurde kürzlich als Biomarker für immuntherapeutische Antworten wiederentdeckt und wird dadurch mit steigender Relevanz zum Tool in der genetischen- und immunonkologischen Forschung.

Die MSI-Analyse umfasst typischerweise den Vergleich von genetischen Analysen von Mikrosatellitenmarkern desselben Gens, die durch Amplifikation einer Tumor- und einer normalen Gewebsprobe erzeugt werden. Unterschiede in der Länge des amplifizierten Fragmentes in der Probe im Vergleich zur korrespondierenden Normalprobe zeigen Hinweise auf MSI.

Promega hat das erste kommerziell erhältliche Kit für die Erforschung der MSI in 2004 hergestellt.